Die nächsten Tage geht’s mal wieder rund!

Am 12. Dezember werde ich in Nürnberg lesen für Bier.

Am 14. Dezember findet ebenfalls in Nürnberg der Slam im Parks statt.

Am 15. Dezember lassen wir das Jahr ausklingen beim Erlanger Poetry Slam im E-Werk.

Und wer es noch nicht weiß: Am 19. Januar findet unsere Jubliäumsgala statt – frühzeitig Karten sichern lohnt sich 🙂

 

Neuer Slam in Nürnberg!

Am 19. Oktober ist es soweit:

Das Café Parks im Nürnberger Stadtpark öffnet seine Pforten für eine Slam Show der ganz besonderen Art:
Vier der besten Bühnenpoeten Deutschlands treten in mehreren Runden gegeneinander an. Außerdem wird Musik gespielt.

Das Beste für euch: Die Leute sind wirklich gut.
Das Beste für mich: Ich darf moderieren 🙂

Hier geht’s zur FB-Veranstaltung.

Lesen für Bier werden wir!

Mein Roman ist unter die Leute gebracht, was mach ich jetzt bloß mit meiner ganzen Freizeit?

Lesen! Für Bier!

Erster Termin ist am Donnerstag, den 10.10., um 20 Uhr in der Kulturkellerei in Nürnberg. Hier geht’s zur FB-Veranstaltung.

Was für Texte werde ich lesen?
Was immer ihr mitbringt …

Ein Beben wird durch den europäischen Kulturraum gehen!

 

 

 

39. und damit letztes Kapitel!

Gemeinsam mit Schulklassen und japanischen Reisegruppen, mit Franzosen und Amerikanern, gemeinsam mit der halben Welt stand ich in der Schlange vor dem Reichstag. Unzählige Absperrbänder waren gespannt, regelten den Ansturm. Überall standen Schilder voller Regeln und Verhaltenshinweise, Uniformierte eilten umher, Lautsprecherdurchsagen wummerten durch die Wolke von Touristengeschwätz. Die Verwaltungsmaschinerie funktionierte reibungslos. Noch.

38. Kapitel

Anderthalb Stunden später hatte ich bis auf ein einziges Tape alles verkauft; viertausend Platten und mehrere Kisten Kassetten. Bekommen hatte ich dafür ein Bündel Geldscheine und Laptop-Boxen. Ich fühlte mich schmutzig.

37. Kapitel

Er wolle mir echt erzählen, da komme eine verzweifelte Hausfrau, spreize Arme und Beine nach Hilfe aus, und er versage sie ihr?
Missbilligung grub sich in Benes Gesicht; es seien nun mal nicht alle so verdorben wie ich.
Ach ja? Als ob ich das einzige schwarze Schaf in einer Herde keuscher Lämmer sei. Ob er das wirklich glaube?
Ganz und gar nicht. Er schüttelte vehement den Kopf. Er glaube vielmehr, dass wir in einem Rudel Wölfe lebten – und er der einzige Vegetarier sei. Saskia habe ihm das gesagt, als sie Schluss gemacht habe.
Dann solle er eben Fleisch essen.

36. Kapitel

Maria schien meine mangelhafte Unterstützung nicht zu stören. Eher schien sie ein Ventil für ihre Enttäuschung zu brauchen, einen Zuhörer für ihre Sorgen. Und zuhören konnte ich ganz gut. Für den Rest der Fahrt beschränkte ich mich darauf, bisweilen einen Laut des Interesses von mir zu geben, während aus Maria die Worte heraussprudelten wie aus einer gut geschüttelten Flasche frischen Kummers.
Als wir vor meiner Wohnung hielten, fragte sie, ob sie noch mit raufkommen dürfe.

35. Kapitel

Eine Weile tranken wir still. Ich musterte meinen Bruder. Er sah müde aus. Je länger ich ihn ansah, desto müder wurde auch ich selbst. Nicht wegen der vorgerückten Stunde, es war mehr als das. Die Erschöpfung nach einer Überdosis Leben.
Eine Ironie, dass Jonathan sich immer auf die Arbeit gestürzt hatte, während ich versucht hatte, sie so weit wie möglich zu vermeiden – und jetzt saßen wir hier und tranken beide aus derselben Flasche den gleichen billigen Fusel.